Die vollmundigen Versprechungen waren groß, das komplexe Modell auf den ersten Blick plausibel: der Anleger nimmt einen Kredit auf und bezahlt hierauf Zinsen, die er steuermindern geltend machen kann. Der Kredit wird in eine Lebens- und eine Rentenversicherung investiert, durch die Einmalprämie beginnen die Rentenzahlungen sofort. Mit der Rente werden zunächst die Kreditzinsen beglichen, die Lebensversicherung dient als Tilgung für das Darlehen.

Verschiedene Namen, ähnliches System ....

Für diese "Rentenmodelle", die nichts anderes als spekulative Hebelgeschäfte darstellen, gibt es unterschiedliche Bezeichnungen: die sog. Sicherheits-Kompakt-Rente (SKR) der Schnee-Gruppe, die LEX-Konzept-Rente oder LEX-Rente, die System-Rente, Individual-Rente, Europlan, Novarent, den Profit-Plan, den Lombard-Plan, SmartIn, Prestige-Konzeptrente, die Performance Plus-Rente oder die Private-Sicherheits-Rente (PSR). Sehr oft finden sich Kombi-Verträge mit der britischen Clerical Medical Investment Group Ltd. (CMI).

Was in den meisten "Beratungsgesprächen" verschwiegen wurde, ist die Tatsache, daß das Werbematerial mit irreführenden Geschäftsergebnissen aus der Vergangenheit besteht oder vermeintliche Vorteile britischer Lebensversicherer gar nicht oder nicht in der beworbenen Form bestehen.

Zahlreiche Anleger haben bereits jetzt einen enormen Schaden erlitten, der sich zudem noch dadurch erhöhen dürfte, da die Finanzämter die Steuervorteile nicht (mehr) akzeptieren. Für viele Geschädigte der Sicherheits-Kompakt-Rente (SKR) verschlechtert sich ihre Situation noch dadurch, daß die Wiener Städtische Versicherung AG die Höhe der laufenden Rentenzahlungen ab dem 01.07.2009 stark reduziert hat.

Da bei diesen Modellen stets die Rentenversicherung durch ein Darlehen finanziert worden ist, sind die Anleger nunmehr doppelt gestraft: sie können nicht mehr die Kredite bedienen, gleichzeitig fällt der Wert der zur Tilgung gedachten Versicherung stetig.

Die Anwaltskanzlei ZagniRechtsanwalt geht für seine Mandanten massiv gegen diese Reduzierung vor. Des weiteren werden Schadenersatzansprüche gegen die damaligen Berater, die finanzierenden Banken und der beteiligten Gesellschaften geltend gemacht.

Erste Urteile gegen Clerical Medical .....

Mit zwei Urteilen jeweils vom 26.01.2009 hat das Landgericht Bamberg die Clerical Medical Investment Group Ltd. (CMI) zum Ersatz des Schadens aus diesen Hebelgeschäften verurteilt. Eine dieser Entscheidungen ist nun rechtskräftig geworden, da das Oberlandesgericht Bamberg die Berufung von CMI zurück gewiesen hat !

Mit nahezu der selben Argumentation wurde CMI auch von den Oberlandesgerichten Dresden, Karlsruhe, München und Stuttgart und vom Landgericht Konstanz (Urteil vom 10.06.2009) zum Schadenersatz verurteilt. Diese Entscheidungen sind vom Bundesgerichtshof am 11.07.2012 (wir berichten auf dieser Seite) zugunsten der Verbraucher bestätigt worden.

Weitere Klagen sind bei diversen Gerichten anhängig bzw. werden folgen, da der Schaden der Anleger immens ist und  ahezu täglich anwächst.

Wir raten Geschädigten dringend an, Ihre Ansprüche fachkundig prüfen zu lassen. Wir weisen auf die drohende Verjährung Ihrer Schadenersatzansprüche hin !

 

Patrick M. Zagni

Rechtsanwalt / Fachanwalt für
Bank- und Kapitalmarktrecht