Zwar ist in solchen Fällen die Aussetzung der Vollziehung möglich, dies ist jedoch mit zusätzlichen Zinskosten auf die Steuerschuld in Höhe von 6 Prozent p.a. verbunden.

Anleger, die sich nicht damit abfinden wollen, dass sie die Leidtragenden der geänderten steuerlichen Behandlung bei vielen Film- oder Medienfonds sein sollen, sollten prüfen lassen, ob zum Zeitpunkt der Anlageentscheidung ordnungsgemäß über alle mit der Geldanlage verbundenen Risiken aufgeklärt worden ist. Hierzu gehören neben den Verlustrisiken, die mit einer derartigen unternehmerischen Beteiligung immer einher gehen, auch die steuerlichen Risiken.

Kann ein Beratungsfehler nachgewiesen werden, weil z.B. nicht richtig über die steuerlichen Risiken der Geldanlage aufgeklärt wurde, so trifft den Anlagevermittler oder –berater grundsätzlich eine Schadenersatzpflicht. Insbesondere nach Inkrafttreten des sog. Medienerlasses 2001 hätte eine Beteiligung an einem Medien- oder Filmfonds alleine unter dem Aspekt von Steuervorteilen nicht empfohlen werden dürfen.

Für viele Anleger von Medienfonds, die sich unerwarteten Steuernachforderungen ausgesetzt sehen, kann hierin eine Möglichkeit liegen, auf den Verlusten nicht alleine sitzen zu bleiben.

Damit setzt sich die Vorgehensweise der Finanzämter bei den sog. Film- oder Medienfonds konsequent fort. Für zahlreiche Anleger etwa bei VIP, KGAL / ALCAS, Hannover Leasing, Academy,  Cinerenta, LHI (Kaledo), Media Stream (Ideenkapital), Motion Picture, Victory Media AG uvm. ist diese Drohung bereits Gewissheit geworden – sie erhielten bereits geänderte Steuerbescheide.

Die Anwaltskanzlei ZagniRechtsanwalt vertritt bereits zahlreiche geschädigte Anleger sowohl gegen die damaligen Berater als auch gegen die Banken. Für eine erste Vorprüfung stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

 

Patrick M. Zagni

Rechtsanwalt / Fachanwalt für
Bank- und Kapitalmarktrecht